Angriff auf das Konzert „Laut gegen Nazis“ am 24. Oktober 2008

Gegen 22.00 Uhr, kam es vor dem Jugendhaus zu einem Angriff von zirka zehn bis fünfzehn teilweise bewaffneten Neonazis aus dem Umfeld der Neonaziorganisation „Heidnischer Sturm Pforzheim“. Einige KonzertbesucherInnen stellten sich den angreifenden Neonazis entschlossen entgegen, so konnten viele der sehr jungen Fans (deren Durchschittsalter zwischen 12 und 16 Jahren lag) vor den Angreifern geschützt werden. Dabei kam zu einer körperlichen Auseinandersetzung, bei der es durch das brutale Vorgehen der Neonazis zu schweren Verletzungen kam, diese schlugen mit Flaschen und Knüppeln auf die Köpfe der Jugendlichen ein. Nach kurzer Zeit gab der Rädelsführer der Neonazis (Jonathan Stumpf) den Befehl „Kameraden Rückzug“, woraufhin diese sich entfernten, einer der Täter konnte von eingigen Anwesenden gestellt werden. Nach kurzer Zeit traf die Polizei ein und transportierte den bis dahin festgehaltenen Nazi ab, laut Zeugenberichten wurde dieser jedoch kurze Zeit später wieder auf freien Fuß gesetzt.

Dazu Pressesprecher des Bündnis Kritik und Aktion, Andreas Fries:
„Es ist ein Skandal, dass die Polizei schon seit Jahren systematisch solche Vorfälle verschweigt. Belege für das Verschweigen erheblich schwererer Straftaten sind vorhanden. Der dringend nötigen öffentlichen Auseinandersetzung wird somit bewusst aus dem Weg gegangen, während den Neonazis Raum zur Organisierung und Festigung ihrer Strukturen und ihrer menschenverachtenden Ideologie gelassen wird.“